Das EHB verleiht die ersten Titel „Master of Science in Berufsbildung“ 

Erstmals in der Schweiz konnten Studierende des Studiengangs M Sc in Berufsbildung die Früchte ihrer dreijährigen Ausbildung ernten. Am Freitag, 29. Oktober verlieh das EHB den geschützten Titel „Master of Science in Berufsbildung“. Im Rahmen der feierlichen Übergabe wurden zwei Masterarbeiten vorgestellt und eingehend diskutiert. Sie veranschaulichen auf exemplarische Weise die Praxistauglichkeit dieser wissenschaftsorientierten Ausbildung.

Die Masterarbeit „Attraktivität des Berufs Berufsfachschullehrperson als Zweitberuf“ basiert auf einer vom Kanton Zürich in Auftrag gegeben Studie. Für die beteiligten Studierenden des Master of Science am EHB war es eine willkommene Gelegenheit, theoretische Studieninhalte in einem aktuellen, spannenden und bedeutsamen Zusammenhang anwenden zu können. Die Studie konnte das grosse Potenzial des Berufs nachweisen: Die Tätigkeit als Berufsfachschullehrperson ermöglicht engagierten Berufstätigen aus unterschiedlichen und heterogenen Berufsgruppen eine berufliche und persönliche Weiterentwicklung. Diese Erkenntnis verschaffte dem Auftraggeber fundierte und substanzielle Aussagen.

In der Planungsphase der Arbeit „Berufs- und Bildungswahl von Fachfrauen und Fachmännern Gesundheit (FaGe) nach ihrer beruflichen Grundbildung“ wurde deutlich, dass sich die aktuellen Anliegen der Gesundheits- und Fürsorgedirektion (GEF) mit der Zielsetzung der Studie deckten: Ermittelt wurden die Faktoren, welche die Laufbahnentscheidung der zukünftigen Fachfrauen und –männer Gesundheit beeinflussen. Diese Erkenntnis ist für die Auftraggeber entscheidend, da ein steigender Personalbedarf für die Pflegeberufe prognostiziert wird. Im Auftrag der GEF konnte deshalb der Umfang der Studie auf den gesamten Kanton Bern ausgedehnt werden. Der erfolgreiche und vielbeachtete Abschluss dieser Arbeit führte zu einem weiteren Mandat und einer schweizweiten Ausdehnung der Studie.

In ihrem Grusswort zur Masterverleihung betonte die Direktorin des EHB, Dr. Dalia Schipper, die Bedeutung der Spezialistinnen und Spezialisten in Berufsbildung an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis. Während der dreijährigen Ausbildung haben sich die Studierenden ein umfassendes Wissen angeeignet, um die zukünftige Entwicklung der Schweizerischen Berufsbildung aktiv mitzugestalten. Als Bindeglied zwischen Wissenschaft und Berufswelt erfüllt das EHB damit einen wichtigen Auftrag zur Ausbildung qualifizierter Fachkräfte für Verwaltung, Privatwirtschaft sowie Forschung und Entwicklung.

Medienmitteilung